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Ende gut, Alles gut!
Der Geruch von frisch gegrillten Bratwürstchen verbreitete sich am späten Nachmittag des vergangenen Samstags vor und teilweise auch in der Halle der Realschule in Stukenbrock. Für Kenner der Materie ist dies ein untrügliches Zeichen, dass sich die Handballsaison dem Ende zuneigt, und die Mannschaften des FC Stukenbrock den Saisonabschluss zelebrieren.
Doch bevor sich die Erste Mannschaft des FC den Genüssen der Abschlussparty widmen konnte, war noch das letzte Spiel der Saison gegen die Zweite des TV 1875 Paderborn zu bestreiten.
Im Rückblick auf die Saison hat diese Partie durchaus den Status einer Spitzenbegegnung in der 2.KK. Waren die Paderborner doch den Stukenbrockern nahezu während der kompletten Saison immer ganz dicht auf den Fersen geblieben und hatten zeitweise, auch durchaus berechtigte, Ambitionen auf einen Aufstiegsplatz gehabt. Verletzungsbedingt schwächelte man jedoch in den letzten Partien ein wenig und konnte im Kampf um die Aufstiegsplätze nicht mehr mitmischen.
Trotz der Tatsache, dass in bezug auf die Tabellensituation eigentlich alles klar war, war davon auszugehen, dass sich beide Kontrahenten noch einmal mit einer starken Leistung zum Saisonende verabschieden wollten. Nicht zuletzt da, aufgrund der angesagten Party, die Tribüne in der Realschulhalle gut besetzt war.
Schon beim Aufwärmen zeigte sich jedoch, welche Probleme die Paderborner Mannschaft derzeitig beuteln. Man war gerade mal mit der Minimalbesetzung von 6 Spielern & Torwart angereist. Ob das über die komplette Spieldistanz reichen würde, war mehr als fraglich.
Zumindest reichte es dazu, den Stukenbrockern zu Beginn der Partie erst einmal ordentlich "Dampf" zu machen.
Bevor die Erste des FC richtig wach geworden war, hatte sie sich, bei nur einem Torerfolg auf eigener Seite schon 4 Treffer eingefangen. Die Paderborner verstanden es in dieser Phase immer wieder geschickt ihren stark agierenden Kreisläufer einzusetzen und so zum Torerfolg zu kommen.
Der FC musste also mal wieder einem frühen Rückstand hinterherlaufen. Da man mit diesem Problem in letzter Zeit schon häufiger konfrontiert war, ruft dies aber bei den Stukenbrockern keine außergewöhnliche Nervosität mehr hervor. So konnte dann auch Nico Kuhlenkamp, der an diesem Nachmittag in bester Spiellaune war, in der achten Minute zum 5 zu 5 ausgleichen und dadurch das Spiel wieder offen halten. Da er gerade dabei war Tore zu werfen, legte er über Tempogegenstöße, noch schnell 2 Treffer nach und brachte den FC so zunächst in Führung.
Doch die Paderborner steckten nicht auf und kämpften sich, über einen Kraftakt wieder auf ein 9 zu 9 heran.
Jedoch zeigte sich beim TV jetzt schon, dass die bereits angesprochene „Minimalbesetzung“ gegen den FC an diesem Nachmittag ein Handicap sein würde.
Die Stukenbrocker hatten ihre Defensive nämlich endlich in den Griff bekommen und konnten so eine Reihe von Paderborner Angriffen abfangen und direkt in Tempogegenstöße und meist auch in Tore umwandeln. So lag der FC 5 Minuten vor der Halbzeitpause mit 5 Treffern vorn.
Doch das man mit den Paderbornern immer rechnen muss, zeigten sie noch einmal in den letzten Minuten der ersten Spielhälfte. Sie nutzten die nachlassende Konzentration der Stukenbrocker konsequent aus und waren zum Halbzeitpfiff wieder bis auf 3 Tore dran.
Sollten die Paderborner auch in der zweiten Spielhälfte den Druck aufrecht halten können, war eine sehr spannende Partie zu erwarten. So ging man zunächst in die Halbzeitpause.
Nach Wiederanpfiff waren es die Stukenbrocker, die diesmal deutlich besser ins Spiel fanden. Es gelang ihnen, die Paderborner in den ersten Minuten quasi zu überrollen und zunächst einmal mit 7 Treffern davon zu ziehen.
Würde es der Mannschaft aus der Domstadt noch einmal gelingen dieses Spiel zu drehen? Was sich in der ersten Hälfte jedoch schon angedeutet hatte, nahm jetzt immer deutlichere Konturen an. Die Paderborner mussten jetzt ihrer dünnen Personaldecke und den Anstrengungen der ersten Spielhälfte Tribut zollen. Hinzu kamen noch einige Blessuren aus dem Spielverlauf, die auch nicht dazu beitrugen das Paderborner Spiel zu beflügeln. Wobei festzustellen ist, dass auf beiden Seiten fair gespielt wurde und der Schiedsrichter an diesem Nachmittag nicht viel Mühe hatte.
Es kam es wie es kommen musste. Die Erste des FC hielt den Druck aufrecht und die Paderborner hatten dem nicht mehr viel entgegenzusetzen und kamen so in der zweiten Halbzeit ziemlich unter die Räder. Der Endstand von 39 zu 26, nach einer annähernd, ausgeglichenen ersten Spielhälfte, gibt diesen Spielverlauf ziemlich deutlich wieder.
Die Niederlage der Domstädter war für sie jedoch kein Hinderungsgrund im Anschluss an das Spiel bei Bier und Bratwurst den Saisonabschluss, und den Aufstieg der Stukenbrocker in die 1.KK, gemeinsam zu feiern.
FCS: Kleinewillinghöfer/Bennett - Klose, Ueberle (5), Papajewski (2), Gantzke (5), Szillat (2), Nagel (4), Harfmann (2), Kuhlenkamp (16), Neufeld (2), Steinhöfer (1)
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