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Anfang der 70er Jahre hatte sich im Bund der Katholischen Jugend eine Gruppe von etwa zehn Leuten gebildet, die sich regelmäßig zum Handballspielen trafen. Mit steigender Begeisterung für die in Ostwestfalen-Lippe wahrscheinlich beliebteste Sportart stieg auch das Verlangen, aus der Hobby-Truppe eine wirkliche Mannschaft zu formen, die einem geregelten Spielbetrieb nachgeht. Gerd Deittert brachte damals den Stein ins Rollen und im Jahre 1972 war es soweit: Die Handballer schlossen sich dem FC Stukenbrock an. Gespielt und trainiert wurde in den ersten Jahren in der Sporthalle der Grundschule Stukenbrock. Es dauerte bis 1977, bis die ersten Früchte geerntet werden konnten. Mit 570 geworfenen Toren stiegen die Stukenbrocker indie Kreisklasse Lippe auf. Gleichzeitig nahm auch mit der B-Jugend erstmals eine Jugendmannschaft den Spielbetrieb auf. Die ersten Erfolge machten es möglich, dass ab der Saison 1978/79 zwei Seniorenmannschaften ins Rennen geschickt wurden. Selbstredend waren die Handballer auch bei der Eröffnung der Dreifachturnhalle am Hallenbad dabei und gewannen am 17. März 1981 gleich ihr Premieren-Spiel in der neuen Umgebung. Im Laufe der Jahre erlebte die erste Herrenmannschaft ein ständiges Auf und Ab. So wurde 1986 zwar erneut die Qualifikation für die erste Kreisklasse geschafft, in der darauffolgenden Spielzeit ging es aber sofort wieder runter. In der zweiten Hälfte der 80er Jahre legten die FCer schließlich den Grundstein für den bisher größten sportlichen Erfolg. Nach der Einführung einer neuen Jugendabteilung, dem neuerlichen Aufstieg in die erste Kreisklasse und der erstmaligen Meldung von vier Herren- und zwei Damenmannschaften gelang 1991 der Aufstieg ins Kreisoberhaus Lippe/Paderborn. Die Mannschaft von Spielertrainer Olaf Zimmermann hatte während der gesamten Saison einen Aufstiegsrang belegt und stand am letzten Spieltag kurz davor, auch den Meistertitel der ersten Kreisklasse zu sichern. Vor mehr als 250 Zuschauern in der Sporthalle am Hallenbad unterlagen die Stukenbrocker jedoch dem TSV Schloß Neuhaus mit 22:26. Die Niederlage sollte die Freude über den tollen Erfolg nicht schmälern. Die Mannschaft wurde mit Glückwünschen aus Verwaltung und Gemeindesportverband überhäuft. Abteilungsvorsitzender Norbert Esser, der heute als Trainer der "Ersten" fungiert, erhielt vom damaligen Vorsitzenden des FC Stukenbrock, Hans Schäfer, die silberne Ehrennadel. In der Kreisliga tanzte der FCS jedoch nur einen Sommer. Ohne Michael Degner, der Stukenbrock aus beruflichen Gründen verlassen hatte, konnte der Klassenerhalt nicht realisiert werden. Zwei weitere Jahre später stand auch der Abstieg in die zweite Kreisklasse fest. In der Spielzeit 1995/96 meldeten die Verantwortlichen dann nur noch zwei Herrenmannschaften, die beide in der dritten Kreisklasse auf Punktejagd gingen. Vor allem die erste Mannschaft sorgte für Furore und war 1997 nach zwei Aufstiegen in Folge wieder in der 1. Kreisklasse angelangt. Im entscheidenden Aufstiegsspiel gegen TuS Sennelager III siegte man vor über 100 Zuschauern mit 14:11 nach Verlängerung. Die erste Kreisklasse war jedoch das Maß aller Dinge für den Kader seinerzeit. Nur mit Mühe konnte in den darauffolgenden drei Spielzeiten der Klassenerhalt sichergestellt werden, bevor die 1. Mannschaft im Herbst 2000 vom Spielbetrieb zurückgezogen wurde. Jochen Fulland, Ralf Kreutzer und Klaus Gierecker verließen den Verein in Richtung TuS Müssen-Billinghausen. Der damalige Abteilungsvorsitzende meldete seinerzeit parallel auch die Damenmannschaft vom Spielbetrieb ab und wurde seitdem nicht mehr gesehen. Nachdem Oliver Oeckenpöhler die kommissionarische Leitung der Abteilung übernommen hatte, wurde im März 2002 der neue Vorstand um den 1. Vorsitzenden Alexander Brock gebildet. Im Jugendbereich setzten vor allem Uwe Grunwald und Manfred Maiwald mit dem Aufbau bzw. mit der Betreuung diverser Jugendmannschaften Akzente.
PS: Die Bilder aus diesem Bereich finden sie auch in der Fotogalerie in Größerer Format.
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